Am Montag, am Presidents' Day, demonstrierten die Gruppe vor der amerikanischen Botschaft in Bern, (Bild: Keystone/Alessandro della Valle)
Schweiz

Trump soll Persona non grata werden in der Schweiz

Der Bundesrat soll US-Präsident Donald Trump zur Persona non grata erklären. Das fordern laut der Organisation Campax rund 9'500 Personen mit ihrer Zustimmung zu einer Online-Petition.

Rund ein Dutzend Aktivisten übergaben die Petition am Montag, 20. Februar 2017, einer Vertreterin der Bundeskanzlei in Bern. Mit der Unterschriftensammlung reagierten sie auf das Einreisedekret, das Trump kurz nach Amtsantritt gegen sieben muslimisch geprägte Länder erliess.

Die selektive Ausgrenzung von Ausländern aus vornehmlich islamischen Ländern sei ein nicht tolerierbarer Akt gegen Menschenwürde und Religionsfreiheit, heisst es in der Petition. «Diese fast 10’000 Menschen sind nicht einverstanden mit der gegenwärtigen amerikanischen Politik der Ausgrenzung», sagte Andreas Freimüller, Präsident des Vereins Campax in Bern. «Sollte das Einreiseverbot durch die Regierung Trump neu aufgelegt werden, erwarten wir vom Bundesrat dezidiert kritische Worte. Menschenwürde und Religionsfreiheit sind zu wichtig, als dass sie auf dem Altar der Neutralität geopfert werden dürfen.»

Die Aktivisten wollten sie am Montag aus Anlass des Presidents‘ Day auch der US-Botschaft in Bern übergeben. Leider sei die US-Botschaft aber aus Anlass des Presidents‘ Day geschlossen, sagte einer der Aktivisten.

Campax bezeichnet sich als unabhängige Schweizer Organisation, die «Kampagnen zu den wichtigen Fragen unserer Zeit» führt. Sie will die offene Demokratie erhalten und weiterentwickeln. Campax setzt sich ein für eine faire und grüne Wirtschaft «und für eine solidarische Gesellschaft, die aufeinander acht gibt». (sda)

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