Die Frösche sind los im Baselland, daher gilt nun Vorsicht auf den Strassen. (Bild: KEYSTONE/Regina Kuehne)
Baselland

Situation auf den Basler Intensivstationen gilt als besorgniserregend

Das Gesundheitsdepartement informierte am Donnerstag zu Spitalkapazitäten im Zusammenhang mit Intensivstationsbelegungen

Aus dem Raum Genf waren am 6. Februar erste wandernde Frösche gemeldet worden, wie es bei der Koordinationsstelle für Amphibien- und Reptilienschutz in der Schweiz (karch) am Montag, 20. Februar 2017, auf Anfrage der Nachrichtenagentur sda hiess. Bei Pro Natura Baselland trafen laut einer Sprecherin vier Tage später erste Meldungen ein.

Für Helfergruppen in solchen wärmeren Landesteilen wird es deshalb jetzt Zeit, die Amphibienzäune aufzustellen. Wann die Tiere den Frühling spüren und sich zu ihren Laichplätzen aufmachen, hängt von der Witterung und von lokalen Verhältnissen ab. Frösche, Kröten und Molche mögen es feucht und werden ab etwa 5 Grad aktiv. In sehr warmen Wintern kann das schon im Dezember losgehen.

Als erste machen sich meist Grasfrösche auf den Weg. Dann folgen oft Erdkröten. Unterwegs sind vielerorts Strassen zu überqueren, die ungeschützt zu Todesfallen werden. Wo keine Unterführungen eingebaut sind, sammeln Helfende wandernde Tiere in Kesseln ein, zu denen Leitsysteme führen, und tragen sie über die Fahrbahn – dies auch nachts.

Hunderttausende Amphibien werden so in der Schweiz jedes Jahr vor dem Tod auf Strassen bewahrt. Einige sind indes bereits am Ziel: So berichtet Pro Natura Baselland von ersten Grasfrosch-Laichballen im Wolfsloch bei Böckten. Angesichts der Wetterprognosen sei diese Woche mit dem Hauptzug zu rechnen.

Amphibien sind in der Schweiz seit 40 Jahren geschützt. Im Baselbiet sind von zwölf vorkommenden Arten zehn gefährdet oder vom Aussterben bedroht. Darum leitet beispielsweise die Gemeinde Muttenz eine Veloroute – jene nach Münchenstein über den Fröscheneckweg – temporär um, damit die Tiere unbehelligt wandern können.

(sda)

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