Pop- und Rocklegende David Bowie räumt auch ein Jahr nach seinem Tod bei den Grammy Awards ab. (KEYSTONE/Fabrice Coffrini)
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Fünf Grammy Awards für David Bowie – posthum

Bei den Grammy Awards in Los Angeles zählt ein Verstorbener zu den grössten Siegern des Jahres: David Bowie wurde am Sonntag, 12. ebruar 2017, in Los Angeles in fünf Kategorien mit dem wichtigsten Musikpreis der Welt ausgezeichnet.

David Bowie gewann für sein letztes Studioalbum ‹Blackstar› posthum Grammy Awards für die beste Rockperformance, den besten Rocksong, das beste Alternative Music-Album, das beste die Aufnahme begleitende Verpackung und Booklet, sowie das technisch am besten ausgeführte Album. Bowie ist am 8. Januar 2016 gestorben, zwei Tage nach der Veröffentlichung von ‹Blackstar› an seinem 69. Geburtstag.

Blackstar ist ein düsteres, aber sehr schönes, spezielles Album:

Begonnen hatte die Verleihung der Grammy Awards mit einem Auftritt der britischen Popdiva Adele. Die 28-Jährige bot bei der Gala Hit ‹Hello› dar. Die Britin war neben der US-Sängerin Beyoncé auch die grosse Favoritin.

Die schwangere Beyoncé beeindruckte ihrerseits mit einer Performance, bei der sie auf die Rolle von Frauen und Müttern aufmerksam machte. Sie tanzte und sang in einem hautengen goldfarbenen Kleid sowie riesigem Haarreif und grossen Ohrringen.

Die 35-Jährige zeigte unter anderem ihren Song ‹Sand Castles› vom Album ‹Formation›, nominiert als bestes Album des Jahres. Hologramm-Aufnahmen zeigten die Sängerin halbnackt mit Babybauch. «Deine Mutter ist eine Frau – und Frauen wie sie können nicht in Zaum gehalten werden», sang sie am Sonntag im Staples Center.

Chance The Rapper bester Newcomer

Beim wichtigsten Musikpreis der Welt waren die zwei Adele und Beyoncé in den drei wichtigsten Kategorien Lied des Jahres, Aufnahme des Jahres und Album des Jahres nominiert. Insgesamt führte Beyoncé das Feld mit neun Nominierungen an. Gleich zu Beginn der Gala wurde der HipHopper Chance The Rapper als bester Newcomer ausgezeichnet.

Viele Auszeichnungen waren ausserdem schon vor Beginn der Gala vergeben worden. So konnte sich Adele bereits über zwei Grammies freuen – sie bekam den Preis für das beste Pop-Gesangsalbum (für ‹25›) und für die beste Pop-Solodarbietung (‹Hello›). Beyoncé erhielt die Auszeichnung für das beste Musikvideo (‹Formation›).

Grammy für Produzent Al Walser

Aus Schweizer Sicht gab es einen Erfolg mit dem Grammy-Gewinn des Albums ‹Presidential Suite: Eight Variations On Freedom› in der Kategorie Best Large Jazz Ensemble Album. Beim Album der Ted Nash Big Band wirkte der schweizerisch-liechtensteinische Produzent Al Walser nach eigenen Angaben als Produzent mit.

Leer gingen dagegen das Orchestre de la Suisse Romande und das La Cetra Barockorchester Basel aus. Beide mussten sich in ihren Kategorien, beste Orchester-Performance, respektive bestes klassisches Solo-Album, von anderen Mitbewerbern geschlagen geben.

Bei der von Late Night Talker James Corden moderierten Veranstaltung sind neben den beiden Sängerinnen unter anderem auch Metallica, Lady Gaga, Bruno Mars, Katy Perry und Daft Punk auftreten.

(sda dpa afp)

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