Immer wie öfter sieht der Blick aus dem Cockpit eines Lastwagen so aus: Stau um Stau. (Bild: zVg/Michèle Mathys)
Basel

Zuschauer-Kommentare zum Report ‹Unterwegs im 40-Tönner›

Er habe es satt, ständig als Strassen-Rowdy abgestempelt zu werden. Mit diesen Worten meldete sich der Lastwagenchauffeur Thomas Müller bei Telebasel. Die Sendung Report war einen Tag lang mit ihm unterwegs. Und die Reaktionen auf das Video waren heftig.

«Immer mehr werden wir von privaten Automobilisten, die sich wie Polizisten benehmen, ausgebremst, mit Stinkefingern beleidigt und ausgehupt. Und zwar in Situationen, für die wir nicht mal was können.» Mit diesen Worten hat sich Lastwagen-Chauffeur Thomas Müller (43) vor einigen Tagen beim Telebasel gemeldet. Er habe es satt, ständig als Strassen-Rowdy abgestempelt zu werden. «Die Toleranz gegenüber Lastwagenfahrern hat in den letzten Jahren extrem abgenommen», ist sich Müller sicher. Die Sendung Telebasel Report hat sich seinem Anliegen angenommen und fuhr einen Tag lang mit:

(Video: Telebasel Report vom 8. Februar 2017)

Heftige Reaktionen

Was der Reporter zusammen mit Chauffeur Müller im Cockpit erlebte, gleicht einem Film. Müller wurde während seiner Fahrt ausgebremst, angehupt, waghalsig überholt; auch bekam er den Stinkefinger gezeigt. Telebasel wollte mit weiteren Chauffeuren solche Erfahrungen teilen und machte einen Aufruf auf Facebook.

Die Reaktionen waren heftig, ein Thema, das die Menschen wohl schon lange bewegte. Knapp 120 Mal wurde der Beitrag alleine auf Facebook geteilt, 66 Mal wurde darauf reagiert. In den Kommentaren gaben die User ihre Erfahrungen preis.

Michèle Mathis bestätigt den Alltag von Müller: «Es ist leider Realität, was in diesem Video gezeigt wird. Vor allem Personen wie der Citröen-Fahrer habe ich schon x-Mal erlebt.» Ausblenden, das scheint die einzige Lösung. Oder ein Gutzeli nehmen, wie es Müller tut. «Ich beachte das gar nicht mehr, aber das ist nicht einfach», so Bruno Zahnd.

LKW- versus PKW-Fahrer: Vorsicht gilt für beide auf der Strasse

«Gäbe es keine Lastwagenfahrer, dann gäbe es auch keine Lebensmittel oder sonstige Artikel, die die Menschheit braucht. Also Klappe zu ihr Autofahrer, die was gegen die LKW Fahrer haben», so Romano Soffiati. Brian Aeberhard ist erst seit kurzen im Transportgewerbe: «Ich bin noch nicht lange im Transportgewerbe dabei, als Quereinsteiger lerne ich noch, einen LKW zu fahren. Aber selbst ich muss sagen, dass es traurig ist, was auf den Strassen abgeht gegenüber LKW-Fahrern. Und ich sehe das ganze aus einem anderen Blickwinkel, nämlich noch aus Sicht eines Autofahrers.»

Es gab aber auch kritische Stimmen gegenüber den LKW-Chauffeuren. User Bruno Zurkinden kommentierte: «Verständnis für euren Job, wenn er den Vorschriften entsprechend ausführt wird. Aber die Mehrheit der LKWs sind langsam eine Gefahr für die Verkehrsteilnehmer. Als Beispiel: Ich fahre in einem Tunnel mit der Beschränkung 80 km/h mit der vorgeschriebenen Geschwindigkeit. Ein LKW fährt mir auf und hornt, weil die Überholspur im Moment nicht frei ist. Danach setzt er zum Überholen an und spurt knapp vor mir wieder ein.» Warum soll man da Verständnis aufbringen?, fragt sich Zurkinden. «Ich glaube, wenn man am Abend alle Fahrtenschreiber kontrollieren würde, müsste man 80 Prozent der Fahrer büssen.»

Vorsicht auf den Strassen gilt für LKW- sowie PKW-Fahrer. Drängeln macht keinem Freude und wirklich schneller wird man dadurch auch nicht. Dafür passt doch der Slogan der Aargauer Polizei: «Sie fahren mit Abstand am besten.» Und übrigens: Hupen verstösst gegen die Verkehrsordnung und ist in der Schweiz verboten.

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