Adele oder Beyoncé - welche der Popdiven gewinnt einer der heissbegehrten Grammys? (Bild: Keystone/Matt Sayles/Invision/AP/Andrew White/Invision for Parkwood Entertainment/AP Images)
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Adele oder Beyoncé – wer räumt bei den Grammys ab?

Wer ist die Grösste? Bei den Grammys sind Adele und Beyoncé für jeweils drei der vier wichtigsten Preise des Abends nominiert - und damit die grossen Konkurrentinnen des Abends. In den 84 Wettbewerbskategorien sind aber auch zwei Schweizer Formationen zu finden.

Alle Augen werden am Sonntag bei der Verleihung der Grammy Awards auf die Pop-Diven Beyoncé und Adele gerichtet sein. Die Sängerinnen konkurrieren beim weltweit bedeutendsten Musikpreis in den wichtigsten Kategorien – Song des Jahres, Album des Jahres und Aufnahme des Jahres.

(Video: Youtube)

‹Hello›, eine gefühlvolle Ballade der Britin Adele, und Beyoncés ‹Formation› – eine Hymne auf den Kampf der Afroamerikaner für Gleichberechtigung und gegen Polizeigewalt – sind in der Kategorie Aufnahme des Jahres nominiert. Mit diesem Preis wird das Team von Interpreten, Produzenten und Toningenieuren geehrt.

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Im Karrierevergleich hat Beyoncé mit ihren bislang zwanzig Grammys gegen Adeles zehn Auszeichnungen die Nase vorn. Die Nominierung von ‹Lemonade› für das Album des Jahres ist allerdings ihre erste. Adele ging schon im Februar 2012 mit einem Grammy für ‹21› als Album des Jahres 2011 nach Hause. Mit dem Nachfolgealbum ‹25› ist sie erneut nominiert.

The usual suspects

Die beiden Diven sollten aber auch die restliche Konkurrenz nicht aus den Augen verlieren: Um das Album des Jahres konkurrieren auch Justin Bieber (‹Purpose›), der kanadische Rapper Drake (‹Views›) und Country-Star Sturgill Simpson (‹A Sailor’s Guide to Earth›).

Ebenfalls nominiert in der Kategorie Aufnahme des Jahres sind die dänische Popgruppe Lukas Graham (‹7 Years›), Rihanna feat. Drake (‹Work›) und Twenty One Pilots (‹Stressed Out›). ‹7 Years› ist auch im Rennen um den Grammy für den Song des Jahres, zudem Mike Posner mit ‹I Took a Pill in Ibiza› und Justin Biebers ‹Love Yourself›.

Beyoncé ist insgesamt neunmal nominiert. Und sie ist die erste Künstlerin in der Geschichte der Grammys, die im selben Jahr in vier Musik-Genres – Pop, Rock, Urban Contemporary und Rap/Gesang Kollaboration – Chancen auf einen Preis hat. Kanye West, Drake und Rihanna sind jeweils achtmal nominiert, der Newcomer Chance the Rapper siebenmal, Adele fünfmal.

Zwei bis drei Schweizer Nominationen

Schweizer Nominationen gibt es in den meist wenig beachteten klassischen Sparten: Das Orchestre de la Suisse Romande ist mit ‹Ibert: Orchestral Works› unter Neeme Järvi in der Kategorie Best Orchestral Performance aufgestellt. Und als Best Classical Solo Vocal Album kandidiert ‹Monteverdi› von Magdalena Kožená und dem La Cetra Barockorchester Basel.

Nach eigenen Angaben ist auch der in Los Angeles lebende schweizerisch-liechtensteinische Produzent Al Walser nominiert: in der Kategorie Best Large Jazz Ensemble mit dem Album ‹Presidential Suite: Eight Variations On Freedom›, wie er in einer Aussendung mitteilte. Sein Name wird aber auf der Grammy-Homepage nicht genannt.

Al Walser ist ein begnadeter Selbstvermarkter. 2013 erschien er bei der Grammy-Gala in einem Raumanzug und pflanzte eine ‹Al Walser›-Flagge auf den Roten Teppich. Seine Eroberung des Planeten Grammy gelang dann aber doch nicht: In der Kategorie ‹Dance›, in der er nominiert war, siegte Skrillex.

Die Grammys werden am 12. Februar in 84 Kategorien von der National Academy of Recording Arts and Sciences verliehen. Late-Night-Moderator James Corden wird die 59. Auflage der Show im Staples Center in Los Angeles präsentieren. Gespannt erwartet werden die Auftritte unter anderem von Adele, Daft Punk, Alicia Keys, John Legend, Bruno Mars, Metallica und The Weeknd.

(sda)

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